Berlin: Pergamon Museum

Als ich nach Tipps für Berlin fragte, machte eine liebe Freundin mich auf das Pergamon Museum aufmerksam.

Zu finden ist das Museum in Berlin auf der bekannten Museumsinsel und allein die ist bereits einen Besuch wert. Da Berlin am ersten Tag versuchte mich umzubringen, kam ich leider zu spät am Einlass an. Dennoch hatte ich schnell beschlossen am nächsten Tag einen zweiten Versuch zu wagen. Also machte ich mich gleich morgens auf dem Weg. Wäre ja nicht so, als hätte mich viel auf dem Boot gehalten.

Beim Pergamon Museum verhält es sich wie bei fast allen Attraktionen die ich bis jetztBlümchen an der Mauer zum Ischtar Tor besucht habe. Es lohnt sich früh da zu sein. Also stand ich eine viertel Stunde nach Eröffnung auch schon dort und wurde sofort eingelassen. Da der Mensch hin und wieder Glück braucht gab es an diesem Tag die Tickets für die komplette Museumsinsel gratis. Was mich zwar sehr gefreut, aber dank Zeitmangel auch etwas geärgert hatte. Immerhin hatte ich an diesem Tag noch einen Termin auf der Buch Berlin und daher nur begrenzt Zeit.

Im Museum selbst gibt es die Möglichkeit seine Jacken und Taschen bei der Garderobe abzugeben, oder sich für einen Euro Pfand ein Schließfach zu mieten, es wird ausdrücklich darum gebeten Taschen nicht mit in das eigentliche Museum zu nehmen.

Fotografieren ist hier übrigens erlaubt. Zwar wird man gebeten den Blitz dabei ausgeschaltet  zu lassen, aber in den Räumlichkeiten ist es hell genug um auch gut ohne Fotografieren zu können. Seien wir ehrlich, die meisten Fotos werden durch Blitz auch nicht besser.

Gekommen war ich vor allem wegen dem berühmten Ischtar Tor, dass ca 600 v. Chr. von Nebukadnezar II in Babylon gebaut wurde.

Löwenverzierung an der Mauer zum Nördlichen Babylon TorVor 118 Jahren wurde es bei Ausgrabungen nach und nach Freigelegt. In über 500 Kisten wurde das Tor  nach Berlin gebracht und mühevoll neu aufgearbeitet.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Ausgestellte Tor ist das kleinere der beiden Tore nach Babylon und ich muss zugeben, ich habe Schwierigkeiten mir die Ausmaße des größeren Vorzustellen. Das Strahlende Blau ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass große Teile der Ziegel in dem Museum neu hergestellt wurden, doch die Schmucksteine, die Drachen, Stiere, Löwen und Blumen darstellen sind in mühevoller Kleinarbeit aus den Originalen zusammengesetzt. Ein 500 Kisten großes Puzzle, dass ich über eine gigantische Wand erstreckt.

Leider war ich ohne Weitwinkel unterwegs, so dass ich euch das ganze Tor nicht zeigen kann, ich verweise jedoch in den Links auf den Wikipedia Artikel in dem nicht nur ein Foto des ganzen Tors zu finden ist, sondern auch viele interessante Informationen über das Tor und dessen Bergung.

Traurig fand ich, dass der Pergamonaltar, der dem Museum seinen Namen gibt leider nicht zugänglich war. Die Räumlichkeiten, in der dieser sich befindet werden wohl noch bis 2023 renoviert, aber dann werde ich sicherlich wiederkommen um diesen Altar, der einst Zeus geweiht war, zu besuchen.

Bei der derzeitigen, unvollständigen Ausstellung ist der Eintrittspreis von 12 Euro relativ happig, ein Kombinationsticket für alle Museen der Insel liegt jedoch unter 20 Euro. Es würde sich also Lohnen für diese Kunst und Geschichtssammlungen einen ganzen Tag zu investieren.

Keilschrift im Pergamonmuseum
Gekürzter Auszug: “Ich (=Nebukadnezar) legte das Fundament der Tore gegen das Grundwasser und ließ sie selbst aus älterem Blaustein herstellen, auf denen Stiere und Drachen kunstvoll gebildet waren. Stiere und Drachen stelle ich in ihren Torraum auf und statte sie mit Pracht, dass die gesamte Menschheit sie staunend betrachten möge”

Als ich das Museum verließ und in den Regen trat warteten bereits eine Reihe Menschen darauf, endlich eingelassen zu werden. Die Hinweisschilder auf bis zu 3 Stunden Wartezeit beim Einlass zeigen, dass es sich hier um ein gut besuchtes Museum handelt. Es lohnt sich aber nicht nur wegen der grandiosen Babylonischen und Grichischen Geschichte, sondern auch, da das Museum die islamische Kunst Abteilung beherbergt.

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung

Die offizielle Seite des Pergamon Museums

Der Wikipedia Artikel zum Ischtar Tor

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