Fanfiktion: Unstern

Likes

Leute, es ist soweit. Ich hab meine erste Fanfiktion geschrieben.

Getroffen hat es Katrin Ils, mit ihrem Werk Unstern. Was Kerra und Ravid so treiben, wenn Katrin nicht zusieht könnt ihr hier nachlesen:

 

Die ungesehenen Chroniken – Unstern

Kerra schreckte auf. Der fahle Mondschein beleuchtete das Zimmer nicht ausreichend, um mehr als Konturen auszumachen.
Sie lauschte nach dem Geräusch, das sie aus ihrem Schlaf gerissen hatte. Doch stattdessen war lediglich ein gleichmäßiges Atmen zu hören. Sie ließ sich in die weichen Kissen zurücksinken, nur um sich wenige Augenblicke später wieder aufzusetzen.

Eine Hand strich ihr über den Rücken. „Kannst du nicht schlafen?“, die Stimme des Verbrecherkönigs war schlaftrunken. „Mhhh. Ich dachte ich hätte etwas gehört.“ Ravid drehte sich zur Seite und zog die Decke wieder ein Stück nach oben. „Vermutlich nur der Wind. Um diese Zeit spielt er gerne Streiche.“
Kerra zeichnete das Symbol Cajas in die Luft vor sich: „Und was ist es, wenn SIE es ist?“ Mit einem Seufzen setzte nun auch Ravid sich auf und nahm Kerras Hand: „Sie ist es nicht. Ich habe Nani beauftragt sie zu beschäftigen, keiner weiß, dass du hier bist.“
Ihr Blick wanderte zu Ravid, der reichlich zerzaust aussah, als würde er am liebsten weiterschlafen.
„Ich glaube, es ist besser, wenn ich jetzt gehe.“, Kerra streckte die Füße aus dem Bett. Obwohl es tagsüber unerträglich heiß wurde, waren die Nächte in Alat kalt.

„Du vertraust mir nicht?“, seine Frage verletzte sie. Natürlich vertraute sie ihm nicht, er war immerhin ein Verbrecher und keiner von den Harmlosen. Doch die, deren Namen man nicht nannte, war unberechenbar. „Wenn sie das hier mitbekommt, dann bringt sie uns um.“
Ravid lachte auf: „Sie mag dich, sie wird dich nicht umbringen.“ Kerra stand auf und hob ein Kissen auf, welches in den vergangenen Stunden aus dem Bett gefallen war. „Ich kann dich recht gut leiden und ich will nicht, dass sie dich umbringt.“ Erwiderte sie und ließ das Kissen auf das Bett fallen.
„Kerra, du solltest nachts nicht allein durch das Nest laufen, hier gibt es Verbrecher.“ – „Ach.“ Sie zog eine Augenbraue hoch und musterte ihn.

Ein zischendes Geräusch ließ die beiden Aufschrecken. Auch Ravid sah sich nun unruhig um. Kerra griff nach ihrer Hose und schlüpfte hinein. „Was war das?“, Ravid war aufgesprungen und hastete zum Fenster, von welchem aus er in die Nacht starrte.
„Das war die Kaffeemaschine.“, erklärte Kerra ruhig, „Du hast sie noch nie gehört oder?“ Sein ratloses Kopfschütteln lies sie lachen: „Dieses Geräusch höre ich immer, wenn sie schon morgens beginnt in meinem Leben herumzupfuschen.“, Kerra zog sich ihre Tunika über und verschloss den Gürtel. Ravid sammelte ihre Schuhe auf und brachte sie ihr. Dankend nahm sie das ausgetretene Paar entgegen. „Sieht aus, als wäre Nani nicht ganz so effektiv, wie du gehofft hattest.“ Auch Ravid begann sich anzuziehen, da sprang Kerra auch schon fertig eingekleidet auf. Sie nahm sein Gesicht zwischen ihre Hände und küsste den mittlerweile hellwachen Halunken. „Ich habe noch fünf Minuten um möglichst weit weg zu kommen.“ Sie wartete seine Erwiderung nicht ab, sondern sprintete durch die Tür, die Treppen hinunter und an einer verdutzten Arie vorbei, auf die Straße.

Die kalte Nachtluft vertrieb auch den letzten Schlaf und Kerra rannte durch das Labyrinth des Nests um möglicht schnell in eine sichere Gegend zu kommen.

Die Sonne ging innerhalb von Minuten auf, doch Kerra hatte den Marktbrunnen erreicht. Sie setzte sich auf seinen Rand und genoss einen Schluck von dem kühlen Wasser. „Guten Morgen.“ Die Stimme in ihrem Kopf war aufgewacht. „Was machst du so früh schon hier draußen?“
Kerra lächelte. „Ich hatte für den Mondschieber zu tun, das wüsstest du, hättest du nicht die ganze Nacht geschlafen.“ Den Akzent der Stimme konnte sie nicht einordnen. Er kam aus einem fremden Land und bisher hatte noch nie jemand die Schöpferin der Welten gesehen.
Man sagte sich, sie sei älter als Caja, manch einer behauptete sogar, dass sie die Göttin erschaffen hatte.
Die Schöpferin war stolz auf die grausame Welt, die sie gestaltet hatte und würde keine Freude im Leben der Bewohner zulassen.

Kerra streckte sich und sprang auf. „So, was passiert heute? Fällt mir ein Klavier auf den Kopf? Wird Mareen mir den Finger abschneiden oder muss ich lernen meine Eingeweide wieder in den Magen zu stopfen?“ – „Ganz schön gut drauf für einen so frühen Morgen.“ Die Schöpferin nahm verschlafen einen Schluck von ihrem Kaffee. „Heute suchen wir deine Freunde. Ich dachte wir könnten mal bei Ravid vorbei sehen.“
Kerra sprang auf und streckte sich. „Bei dem? Muss das sein? Der ist doch fürchterlich.“ – „Ja, sei froh, dass das hier Dark Fantasy ist, sonst müsstest du mit ihm anbandeln.“
Mit einem Lächeln fiel Kerra in einen leichten Laufschritt. Sie folgte dem Weg, den sie heute schon einmal genommen hatte. „Das wäre wirklich fürchterlich.“, erwiderte sie und wartete gespannt darauf, was die Schöpferin sich als Nächstes ausgedacht hatte

 

Unterschiede und Empfehlung:

In Katrins Geschichte sind Ravid und Kerra übrigens nicht miteiander … was auch immer. Dafür erzählt sie eine spannende Geschichte um Kerra, die sich mit allen möglichen Gestalten in der Wüstenstadt herumschlagen muss.

Mittlerweile sind 2 Bücher erschienen und drei weitere sollen folgen.

Ein Geheimtipp von mir: Mit Sonnengift hat Katrin ihre erste Kurzgeschichte geschrieben. Es geht dabei um Nani, die einen nicht ganz einfachen Auftrag für Ravid erledigen soll.

Ich kann übrigens jedem nur raten in die Bücher hineinzuschnuppern. Derzeit gibt es sie bei Amazon im Unlimited deal, man kann hier also nichts falsch machen!

Folgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

Hier gehts zum Buch: Katrin Ils – Unstern

2 replies to Fanfiktion: Unstern

  1. xD Genial! Bei der Kaffeemaschine hab ich erst kurz gestutzt, dann wurde mir klar, wen du meinst 😀 Und von Ravid und Kerra würde ich auch gerne mehr lesen^^

    • Ich liebe Ravid und Kerra ja, auch wenn unsere liebe Katrin sich weigert zuzugeben, dass sie füreinander mehr sind …

      … also schmolle ich ein wenig und sehe, was Katrin uns im nächsten Band vorsetzt. Vielleicht fällt mir dazu ja eine Kleinigkeit ein!

Comments are closed.